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Unsere STARION – Story

(Eine Geschichte in Wort und Bild)

 

17.06.2004 – Erstellung der STARIONSTORY.

So fing die Sache an:

Etwa Februar 2002 waren wir auf der Suche nach einem SAPPORO 2400 (E16), und wo sucht man heutzutage? Natürlich online. Also fix mal Mobile.de aufgemacht, und Suche gestartet. Die angebotenen Fahrzeuge waren entweder in schlechtem Zustand, oder zu weit weg – Schade. Naja – da man nun einmal dabei ist, so kann man ja stöbern, was es sonst noch so für alte Mitsus gibt, schließlich merkt man erst im Alter, ob ein Auto gut ist. Nach dem Sichten diverser GALANT und SIGMA, stieß ich auf ein Auto, was ich vorher noch nie in meinem Leben gesehen hatte: STARION(was zum Himmel ist das?). Da mir auf Anhieb die kantige Form gefiel, suchte ich im Web nach diversen Informationen über dieses Auto, und etwas richtig Schlechtes fand ich nicht über den Wagen, außer natürlich, dass es ein reinrassiger Sportwagen mit entsprechenden Fahrleistungen und Durst ist. Es gibt zwei 2-Litermodelle mit 170 und 180 PS, und eben den 2,6-Liter mit 155 PS, welcher die etwas komfortablere Variante darstellt. In einigen Punkten stimmte der Wagen mit unserer „Autophilosophie“ überein: -Alt und günstig beim Kauf, -ein Auto, was nicht jeder hat, -großvolumiger Motor mit niedriger Literleistung wegen der Haltbarkeit und Laufkultur. Dann suchte ich konkret nach einem bezahlbarem Exemplar, und entdeckte unseren STARION im Landkreis Ludwigsburg. VB 2.250,-€. Ich war erst misstrauisch, denn ein Fahrzeug dieses Typs mit erst 94.000Km wurde damals auf Mobile.de so zwischen 3.500 und 4.000,-€ angeboten. Schnell Kontakt aufgenommen, und telefoniert(Lange...), na ja der Verkäufer sagte etwas von Trauerfall in der Familie, finanziellen Schwierigkeiten, und daß er aus diesen Gründen das Auto nicht mehr halten kann. Also fix da runtergefahren, besichtigt und probegefahren (Ups! Unserer erster Heckantrieb!). Mann war das geil – das Ding ging ab wie eine Rakete, das war das tollste Fahrgefühl, was ich bis dahin hatte, und kurz vorher hatten wir einen Alfa164 3,0-V6...

Das geniale am 2600er STARION ist, dass das maximale Drehmoment von rund 290Nm bereits bei 2.500 U/min(!) anliegt. Wir wurden uns handelseinig beim Preis von 2.200,-€ - aber incl. TÜV/AU neu, und Vorderachse Spur einstellen. 2 Wochen später holte ich den Wagen mit meinem Nachbarn ab, auf dem Rückweg fuhr er unseren SAPPORO2400, und ich bekam für den „Sappi“ Komplimente von Ihm, obwohl er zu diesem Zeitpunkt einen Rover75 mit 2,5 V6 Maschine fuhr. So, nun stand er also auf unserem Standplatz im Hof, und meine Frau schüttelte immer wieder den Kopf, .weil ich ständig zum Fenster tigerte, rausguckte, und zu ihr immer wieder sagte: „Kneif mich in den Arm – damit ich weiß, dass ich nicht träume!“. Dann kamen die ersten Ausfahrten, incl. Cruisen durch die Fußgängerzone(Schrittgeschwindigkeit ;-) unserer kleinen Gemeinde Bischofsgrün *fg*. Das ist schon nicht schlecht, wenn man die langen Gesichter sieht. Das Vergnügen hält bis heute an, und es macht mir richtig Spaß, Leute zu beobachten, wenn der Wagen z.B. vor einem großen Supermarkt geparkt ist. Die Leute sehen es mir ja nicht an, dass ich der Fahrer dieser Kiste bin, und so kann ich ungestört das Verhalten der Spezies Gaffer studieren. Dies ist dann die stille Freude, denn den Ellenbogen aus dem Fenster hängen kann schließlich jeder(Incl. Gelenkschmerzen von der Zugluft).

So, das war meine subjektive Einführung in das Thema „Unserer STARION“.

Nun kommen wir zu den chronologisch aufgezählten Episoden, Erlebnissen , und Begebenheiten incl. Wartungs- und Reparaturangelegenheiten – also einem gelegentlich aktualisiertem Erfahrungsbericht. Dies mache ich hier, um Erfahrungen, welche ich machte, mit anderen STARION/Mitsubishifreunden, sowie Interessierten zu teilen. Sollte sich mal jemand einen STARION kaufen wollen, und sucht Info´s über dieses Auto, so kann es neben anderen Quellen vielleicht nützlich sein.

Die ersten Probleme zeigten sich bei starkem Lenkeinschlag, die Vorderachse war dermaßen aus der Spur, dass das Auto beim Ausparken vorne richtig stark versetzte und ruckte. Also auf zu unserer damaligen MMC-Werkstatt Migenda & Curran in Bindlach. Probefahrt durch den Meister mit mehrmaligem Wechseln zwischen breitem Grinsen und nachdenklichem Kopfkratzen seinerseits. Er meinte: Neue Reifen draufmachen, und dann kommste wieder. 1 Woche später wurde die Spur eingestellt, 1 Radlager gewechselt und dann war es erheblich besser. Hierbei wurde festgestellt, dass sich die Hinterachse nicht mehr auf die Idealwerte einstellen lässt, und bei einer späteren Hifi – Kabel - Verlegeaktion stellte ich im Bereich der Einstiege sehr eigenartige Schweißstellen fest... Seit dem ist mir klar, dass dieser Wagen keine besonders gute Vorgeschichte hat. Somit relativiert sich der damalige Kaufpreis.

Der Spritverbrauch damals: 12-15 Liter Super. Minimalster Verbrauch bisher 9 Liter, das Maximum waren knapp 20 Liter.Bisherige erreichte V-max war 240Km/h lt. eigenem Tacho, bei Gelegenheit füge ich hier ein Foto dazu ein...

Im Sommer 2002 zeigte sich mir der STARION von seiner giftigen Seite. Ich folgte einem Mercedes CLK Kompressor, und das war auf einer kurvigen Landstraße recht spaßig, bis ich zu schnell in eine Rechts-Linkskombination einfuhr, und der STARION schlagartig ohne Vorwarnung ausbrach. Die Folge: Drift 90° zur Fahrtrichtung. Ich schaffte es, den Wagen wieder halbwegs in Fahrtrichtung zu bekommen, und schoß vorwärts in eine Wiese, auf welcher das Gras ca 1m hoch war. Glücklicherweise konnte ich dabei die Einfahrt für den Traktor erwischen, denn vor der Einfahrt war der Straßengraben, und dahinter stieg die Böschung stark an. Mit Stotterbremsung behielt ich den Wagen bis zum Stillstand unter Kontrolle – sauber eingeparkt ;-) Der CLK-Fahrer hatte meinen Abflug bemerkt, und hatte inzwischen gewendet, um nach dem Rechten zu sehen. Faire Geste von Ihm, der Mann war eben ein echter Sportsmann.

Er brachte mich in den nächsten Ort, wo ich mir Hilfe für die Bergung holen konnte. Ein Mitarbeiter des ADAC, welcher dort wohnte half mir kostenlos beim „Ausparken“ aus der Wiese, ich hatte schon wieder Glück! Das Fazit dieser Geschichte: 4 Hoppelreifen, und eine fehlende Spoilerecke (welche ich später reparierte), und sonst gar nichts. Seit dieser Aktion, bei der ich beinahe den Wagen verloren hätte, habe ich etwas mehr Respekt vor der Kiste, und bewege ihn nun etwas überlegter.

Was ich 2003 nicht verhindern konnte, war ein Bordsteincrash, als ich von einem Lieferwagen im toten Winkel übersehen wurde. Der Fahrer des Lieferwagens wechselte innerorts auf einer zweispurigen Straße von der linken auf die rechte Fahrspur und drängte mich ab.. Mit stehenden Vorderrädern touchierte ich den Bordstein, und der Lieferwagenfahrer setzte seine Fahrt fort. Bei einem noch fahrfähigen Starion ist eine Fahrerflucht aber ein schwieriges Unterfangen, und so hatte ich ihn innerhalb kürzester Strecke(300m) gestellt. Glücklicherweise wurde dieser Vorfall von einem Kriminalbeamten beobachtet, und nach Überprüfung der Personalien zeigte sich der noch recht junge Fahrer einsichtig, und somit konnten die nötigen Dinge veranlasst werden. Seither weiß ich, wie schwer Originalfelgen zu bekommen sind.

Größere technische Probleme sind wider Erwarten bisher ausgeblieben.

Ölwechsel mache ich regelmäßig alle 5.000Km, Zündkerzen, Kraftstofffilter, sowie die Unterdruckdose des Zündverteilers wurden zwischenzeitlich gewechselt. Letzte Woche bekam der STARION neue Reifen, und die vorderen Bremsbeläge habe ich erneuert.

Diese Woche habe ich den STARION  ins Autohaus Hofmann in Berg gebracht, damit dort die AU und HU gemacht wird. Diesen Weg von etwas mehr als 60Km mach ich gerne, denn das Team dort ist einfach Klasse, zumal der Alexander Hofmann ein echter Spezialist auf dem Sachgebiet alte Mitsubishi ist. Selber ist er früher mit einem STARION Rallye gefahren, und kennt sich bestens aus. Ich erwähne das hier, weil ich mich ihm zu Dank verpflichtet fühle, eine bessere Kundenbetreuung als in dieser Werkstatt kann ich mir nicht vorstellen.

Noch etwas Statistisches: Es gab in Deutschland von den Typen STARION2600 / SAPPORO2400 folgende Stückzahlen:

2002: 212 / 1153

2003: 176 / 729

2004: 154 / 564

Diese Fahrzeuge mausern sich nun langsam zu echten Raritäten. Diese Zahlen stammen vom Kraftfahrtbundesamt, Abt. Statistik, und beinhalten auch die vorübergehend stillgelegten Exemplare.

März 2004: Über einen Eintrag in unserem Gästebuch lernten wir Christa & Reinhard kennen, welche inzwischen zu unseren dicksten Freunden gehören.

Juni 2004: Bremsbeläge/Reifen/innere Spurstangen/Temperatursensor neu, Achsvermessung – HU/AU neu J.Der STARION ist jetzt endlich wieder angemeldet, und Angela hat so ihren Sapporo endlich wieder.

Das 5. Stiftlandtreffen war mal wieder Super, wir hatten dort dieses Jahr einen ziemlichen Haufen Starions & Youngtimer, und haben viele nette Leute kennengelernt.  So langsam reifen Pläne für eine Starion- oder Youngtimercommunity, besonders fleißig ist in dieser Angelegenheit die Christa aus Essen...

September 2004: Nach kurzer Saison, haben wir den prima laufenden Starion ins Winterquartier geschickt.Jetzt freuen wir uns auf das 6.Stiftlandtreffen.

März 2005:

Statistik  2005: folgende Stückzahlen:  

TSN 410: 122 (2,6er Starion)

TSN 339: 50 (2,0 Starion 170PS)

TSN 366: 53 (2,0 Starion 180PS)

TSN 334: 14(!) (2,0 Lancerturbo)

TSN 413: 447 (2,4er Sapporo)

TSN 386: 3736 (Colt II Bj.87)  Ein Herzliches Dankeschön hier an die Powerboardmitglieder für die Mithilfe bei der Datenbeschaffung, und natürlich an das KBA in Flensburg.

Was habe ich im Winter so getrieben? Motorraumkosmetik, Hifibaustelle (haut immer noch nicht hin), BOV & Boostcontroller, sowie Ladedruckanzeige mit blauer Plasmabeleuchtung eingebaut. Der Starion ist ab diesem Jahr als Saisonfahrzeug für die Monate Mai bis August angemeldet. Noch 3 Jahre bis zum Youngtimer, wenn sich bis dahin nicht wieder die Gesetzeslage zum schlechten ändert.

Mai 2005: Pünktlich am 1.Mai um 0.05Uhr hatte der STARION seinen Rollout in diese Saison. Die Arbeiten vom Winter haben sich in sofern gelohnt, dass er jetzt deutlich besser läuft, und die Soundkulisse erinnert mich ganz stark an The Fast and the Furious... Jetzt gibt es zur Optik des Wagens auch die passende Soundkulisse J

Juli 2005: Als einer der ersten Kunden war ich nach der Eröffnung von TR Lack & Design in Wiesau-Schönhaid. Mein hinterer Radlauf auf der Fahrerseite brauchte etwas Arbeit. Kurz und gut ich habe nun wieder ein richtig gut aussehendes STARION-Wägelchen. Es ging schnell gut und vor allem preiswert! In Zukunft weiß ich auf jeden fall, wo ich mit Lack- und Designwünschen hingehen kann. Wenn das Wetter mitspielt, fahre ich dann zum Mitsu-Emotion-Treffen, mal sehen, wer mir das so alles interessantes über den Weg läuft. Jedenfalls schadet eine Stippvisite nicht. Nächsten Monat ist dann STIFTLANDTREFFEN, darauf freuen wir uns ganz besonders, immerhin gibts dort einige ältere Mitsubishi zu bestaunen :-)

 

Fortsetzung folgt...